Vietnam 2016 – 3 unfassbare Wochen – Teil 2

Nach den kleinen Dingen über Menschen, Verkehr, Bauverhalten, Beschilderung und Hochzeiten in Teil 1, nun zu weiteren verwundernden Dingen in Teil 2.

Neues EssenEin weiteres Beispiel für den rasanten Wandel Vietnams, wird einem bei den Dingen bewusst, die als „neu“ gekennzeichnet werden. Auf dem Foto rechts ist es ein ganzer Laden, der mit „neuen Lebensmitteln“ wirbt. Dort finden sich für uns völlig gewöhnliche Lebensmittel. Unter anderem Schokolade eines bekannten deutschen Herstellers, Milch und Käse.

Auch Fenster sind für uns, ganz logisch, in jedem Raum. Ein Badezimmer ohne ein Fenster ist für Viele das Höchste der Gefühle. In Vietnam sind Fenster außergewöhnlich. Sie sind ein Upgrade-Grund in jedem Hotel. Wer Fenster will, muss zahlen. Ich empfehle einfach darauf zu verzichten. Wenn man die Mehrkosten auf sich nimmt, ist ein großes Fenster, welches man öffnen kann immer noch nicht garantiert. Außerdem ist es meist schwül und heiß und man freut sich über die funktionierende Klimaanlage. Rechts auch noch ein Beispiel für ein Zimmer mit Fenster. Dieses Fenster zeigt aber lediglich den Gang und aus der Ecke sieht man das Fenster nach draußen.

SalonAndererseits gibt es Dienstleitungen, die keine Fenster haben, da sie auch keine Wände haben. Zu sehen am Friseursalon links.

Was mir erst in Vietnam klar wurde, war, dass wir meist alte Kokosnüsse bekommen, wenn wir sie braun im Supermarkt kaufen. Im Mekong Delta konnte ich beobachten wie aus diesen alten Kokosnüssen Bonbons hergestellt werden. Ein Familienbetrieb, bei dem alle Generationen mit anpacken. Auch die kleinen Kinder… und es war leider nicht das einzige Mal, dass mir arbeitende Kinder begegneten.

Schälen der KokosnussMasse schneidenKokosbonbons verpackenZurück zu den Bonbons. Die Kokosnuss wird geschält und dann so lange gekocht bis sie zu einer festen Masse wird. Anschließend geschnitten und verpackt.

Kochen an der StraßeHäufig wird direkt an/auf der Straße gekocht, rechts zu sehen. Die Lagerung der dazugehörigen Lebensmittel ist gewöhnungsbedürftig. Dinge, die wir tendenziell in den Kühlschrank legen würden, werden dort in der Hitze gelagert. Kühlmöglichkeiten sind rar, daher ist das verständlich. Fische werden zum Beispiel häufig bis kurz vor Verzehr am Leben gelassen. So geschah es in einer Gasse, dass einer Dame der Fisch vom Brett sprang, direkt hinter mir her, als wollte er sagen „Bitte rette mich!“.

Fleischlagerung

Frösche

Neben der Lagerung ist auch das, was auf den Grill kommt manchmal etwas schräg. Rechts hätte ich Ratten, Vögel, Kröten, Schlangen… Reicht es? Mir schon beim Anschauen.

KarottennetzSo schräg das potentielle Essen manchmal aussieht, so hübsch angerichtet ist es, sobald man in ein Restaurant geht anstatt auf der Straße zu essen. Das Netz links sowie die Blumen sind aus Möhre und Gurke hergestellt und ich durfte lernen wie man dies schnitzt. Vergängliche aber nutzbare Kunst.

Im Mekong Delta konnte ich beobachten wo das Gemüse gehandelt wird. Der Großmarkt gehört noch zu den „echten, schwimmenden Märkten“. In Thailand ist es inzwischen häufig so, dass die Märkte ausschließlich für die Touristen stattfinden. Dem Handel zuzusehen war toll. Oben an den Stangen auf den Booten ist das Gemüse zu sehen, welches dort verkauft wird.

Schiffe beladen sie sehr gerne, ich behaupte, viel zu gern. Links ein Schiff, welches dezent überladen zu sein scheint. Die Menschen, die versuchen es auszugleichen, helfen da vermutlich auch nicht mehr. Gleichzeitig Respekt für diese exakte Arbeit. Hoffentlich sieht die Tankstelle für das Schiff zumindest stabiler aus als das, was mir in den Straßen von Hoi An begegnete. Rechts zu sehen und dort die kleine Tonne links.

Wovon ich übrigens nicht genug bekam, war der Kaffee, so lecker! Probiert ihn unbedingt mal in einem vietnamesischen Lokal, solltet ihr nicht direkt nach Vietnam fliegen wollen. Für den Milchkaffee verwenden sie eine süße Kondensmilch. Einfach toll!

Was glaubt ihr wohl ist rechts zu sehen? Es handelt sich um einen vietnamesischen Drogeriemarkt. In kleinen Läden, die quasi in die Wand eingelassen wurden, wird von der Zahnpasta bis zum Fön alles verkauft.

Bedanken möchte ich mich bei den vielen, kleinen Dingen, die mir in tierischer Form begegneten und mich von Mücken (Geckos, Fotos ganz links) befreiten oder mich einfach nur faszinierten. Die karierte Motte, die sich im Lampenschirm versteckte. Oder auch das Huhn, welches in aller Seelenruhe in einem Aufenthaltsraum auf einem Rastplatz schlief und erst aufstand als sich der Tisch füllte.

    

Es gibt unzählige Angebote für Touren und Transport. Wer günstig reisen möchte, dem Empfehle ich die Büros von TheSinhTourist aufzusuchen. Die Laufstrecke lohnt sich immer und es ist ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch reine Busfahrten lassen sich hier buchen. Achtet darauf wirklich die Adressen der verlinkten Seite zu besuchen, es gibt leider viele Fakes.

Vietnam war für mich sehr lehrreich und faszinierend. Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Land besuchen und erleben durfte.

You may also like...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.