Valencia und Andalusien – Teil 1 – Spanien 2015

Provinz Valencia und Andalusien – ein zweites Mal Spanien in 2015

Im November 2015 verschlug es mich ein zweites Mal nach Spanien. Diesmal nach Valencia und Andalusien. Konkret in die Städte ValenciaRequenaAlicanteSevilla Jerez und Cádiz.

WeinersterStopMan kann erahnen dass mir Spanien gut gefällt, nachdem ich ein zweites Mal dorthin bin. Hinzu kommt, dass ich für die ersten 3 Stopps eingeladen wurde und zwar durch mein zweites Hobby, den Wein Blog. Für diesen blogge ich hin und wieder über Weine die mich begeistern. Aus den unzähligen Weinen die ich probieren durfte habe ich die interessantesten in zwei Texten zusammengefasst. Weinreisennotizen Teil 1 und Weinreisennotizen Teil 2.

Zurück zur Reise und den kleinen und großen Dinge die mir auffielen.

Valencia hat mir mit am Besten gefallen. Atemberaubende Architektur, manchmal versteckt, immer wunderschön. Als hätten sich LissabonMadrid und Barcelona hier mit ihren schönsten Gebäuden und kleinen Dingen vereint.

ValenciaBalkonBeispielsweise die Fliesen unterhalb der Balkone, die den Reichtum anzeigten. (Wie in Barcelona, den Text dazu findet ihr hier)

WasserspeierValencia (1) WasserspeierValencia (2)Genauso wie die sehr ausgefallenen Wasserspeier, die mich auch wieder gut unterhielten. Es heißt mal wieder genau hinsehen. Für euch habe ich rangezoomt.

Hier hatte ich nach der Ankunft nicht direkt Programm und konnte mich etwas umschauen. Auf dem Weg vom Flughafen in die Innenstadt fielen mir die Hochhäuser auf, in denen wohl die weniger gut Verdienenden leben. In der Innenstadt werden die Häuser dann kleiner, merklich hübscher und individueller.

Im Hotel, ja, Hotel, musste ich mich erstmal mit meinem großen Zimmer vertraut machen. Das Hotel wurde gezahlt. Mein Rucksack und ich sind deutlich kleinere Dorms gewohnt. Ich hätte locker noch 5 Backpacker unterbringen können. Aber ich werde mich mit Sicherheit nicht über geschenkten Luxus beschweren. Das Zimmer und die Lage in der Altstadt waren wirklich schön. Ich hatte den Nachmittag für mich, bewegte mich durch die wunderschönen Straßen und suchte mir einen Platz in der Sonne auf dem Plaza ValenciaPlacaAlfonsoelmagnanimoAlfonso El Magnanimo. Direkt an der Statue in der Mitte saßen zwei Teenager und lachten. In der Luft lag der Geruch nach verbrannten Kräutern, wenn ihr versteht. Diese Szene sollte mir übrigens noch häufiger begegnen. Der Platz war sehr sauber und von Palmen umgeben. In der Nähe fand ich außerdem diesen riesengroßen Baum, direkt an einer Kreuzung. Der nicht nur mich faszinierte, sondern wohl auch einen Autofahrer, der seinen Wagen in den Zaun unten setzte. Ich habe leider keinen Winkel gefunden um es besser zu fotografieren, hoffentlich erkennt ihr es einigermaßen.

Klein, fein, bunt lässt sich wirklich einiges entdecken. Seht selbst.

Valencia Und dann öffnet sich eine Tür TurmValencia kleinBunt FlaggeVAlencia (2)

 

 

 

Die Straßenkunst hat mir auch sehr gut gefallen. Sehr unterschiedlich, sehr individuell.

StreetArtValencia (2) StreetArtValencia (1) StreetArt1 StreetArt

EngsteGebäudeRechts befinde ich mich im engsten Gebäude Europas. Einfach mal genau hinschauen. Dann findet man mich. Warum es genau entstanden ist, weiß ich leider nicht mehr genau. Ich habe im Kopf, dass es einfach nur ein Planungsfehler war.

Tradition

Die Horchateria de Santa Catalina ist laut meiner Guide die älteste Bar in der Horchateria getrunken werden kann. Es wird aus der Chufaswurzel hergestellt und aus hohen Gläsern mit Strohhalm getrunken. Schmeckt wohl leicht nach Mandel, ich hatte leider keine Gelegenheit es zu trinken. Das ist der Nachteil wenn man irgendwohin eingeladen wird. Man muss sich an die Pläne halten die gemacht werden.

 

FlaggeVAlencia (1)

Batman in Valencia

Neben der eigenen Flagge die die Provinz Valencia hat, die sie überall stolz präsentiert – es handelt sich natürlich um die Fahne ganz links (Bild rechts)- ist sie wohl auch das Hauptquartier von Batman. Seht links selbst.

Die Stadt Requena ist auch unfassbar sehenswert. Ruhig und hübsch. Das spannende befindet sich unter der Erde. Viele Gänge und ein Blick in die Vergangenheit. Also unter Requena. Wenn ihr könnt, schaut euch das auf jeden Fall an.

Wein"berge"In Requena fand ich die Umgebung wunderschön. Vor allem die flachen „Weinberge“. Und dann auf einmal tauchten riesige Amphoren auf. Amphoren (1)Tatsächlich wird in diesen, auch heute noch, Wein gemacht. In der Region wird es unfassbar heiß. Durch das eingraben der Amphoren unter die Erde, kann der Wein in ihnen bei konstanter Temperatur reifen.

Diese Holzplatten, die man auf den Bildern im Keller links sieht, sind tatsächlich Deckel dieser riesigen Amphoren, die in entsprechender Größe in den Boden ragen.Amphorenkeller

Amphoren (3)Auf der Wiese, bewacht von einem der Weingut-Esel, lagern die Amphoren zum trocknen.

Früher konnte man außerdem die Fässer nicht unten einschlagen um den Wein ohne Rückstände trinken zu können. Das löste man mit diesem Durch das Tonsieb sauberen Wein bekommenTonsieb, welches ich da schräg halte. Man tauchte es in das Gefäß in dem der Wein lagerte und hielt den Finger oben drauf. Der Druck hielt den „sauberen“ Wein fest und man konnte ihn in einen Becher fließen lassen.

IntereVerkostungsraumssant fand ich außerdem den Gegensatz eines anderen Weinguts mit sehr modernem verglastem Verkostungsraum rechts und einer sehr esoterischen Art Wein herzustellen. Die Familie der Bodegas Los Frailes achtet darauf Wein in Einklang mit der Natur zu produzieren. Sie achten auf den Stand des Mondes und vergraben mit Erde gefüllte Kuhhörner. Ja, ganz richtig. Und wenn man die Erklärung hört, klingt es erstaunlich plausibel – wie ich finde. Ich war gerade dort als ausgegraben wurde. Jedes Tier ist mit einem Element verbunden, sagte die Winzerin. HörnerDas Pferd mit Feuer, Kuh und Schaf mit Wasser und Luft, das Schwein mit Erde. Es gibt wohl auch in Deutschland einige Weingüter die so arbeiten. Sie versuchen sich das, was ihnen fehlt, zum Beispiel die Wärme, über das Tier zu holen. Deswegen wurden die Hörner mit Erde gefüllt, vergraben und nach einer bestimmten Zeit ausgegraben und die Erde wird an die Reben gegeben. „Man muss ja nicht dran glauben, aber was funktioniert, funktioniert!“, sagte die Winzerin.

PressekonferenzIn Alicante durfte ich am Vorabend des letzten Tages die Aussicht auf das Schloss genießen. Wenn ihr da seid und die Chance habt irgendwo herauf zu klettern und es euch anzuschauen, macht das, es lohnt sich. Auch bei Höhenangst.

Am letzten Tag in Alicante hatte ich dann meinen ersten „Presseauftritt“. Ich wurde nämlich mit Presseausweis ausgestattet und sollte an einem Kongress teilnehmen. Am interessantesten/lustigsten fand ich die Übersetzer. Ich hatte den Eindruck sie bügeln im Hintergrund weil immer etwas dampfte. Und er und sie sich regelmäßig abwechselten. Und das korrekte übersetzen sehr locker sahen, ein bisschen spanisch spreche ich und konnte Teile auch so verstehen. Es war der erste Monastrell-Kongress, es hakte hinten und vorne, aber unterhielt mich persönlich ganz prächtig. Auch die zwei Stunden Verzug in der Agenda unterhielten mich irgendwann einfach nur noch, nachdem der Hunger verflogen war. – Willkommen in Spanien!

Teil 2 über Andalusien folgt sobald als möglich.

 

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