Prag – Tschechische Republik 2016

Stadt der Geschichte und der Kunst – Prag 2016

Auf meinen Reisen suche ich immer nach den kleinen Dingen, allerdings hätte ich mir die Begrüßung durch zwei kleine Dinge in Form von männlichen Geschlechtsteilen direkt nach der tschechischen Grenze auch gern erspart. Beim Verlassen der Autobahnraststätte pinkelten sie fröhlich entblößt auf die Wiese, natürlich Richtung Straße. Was wünschen sich zwei Freundinnen auf der Reise nach Prag mehr?

DasPasstWohlNichtDavon belustigt, aber nicht aus der Ruhe gebracht war der erste Eindruck von Prag beeindruckend. Die Stadt trägt Geschichte mit sich, überall wo man geht. Außerdem ist es sehr sauber. Allerdings ist das Pflaster auf dem man sich bewegt häufig aus einzelnen Pflastersteinen, die gern mal fehlen oder anstatt nebeneinander aufeinander stehen.

Die Prager versuchen um jeden Preis ihre Straßen sauber zu halten, wie rechts zu sehen ist, auch wenn es offensichtlich nicht rein passt, immerhin liegt es nicht auf der Straße. Aber es tigern wirklich 24/7 fleißige Herrschaften durch die Straßen und räumen Müll weg.

SchattenÜberdurchschnittlich oft hört man ohrenbetäubende Sirenen.
Interessant war, dass ich keine Flaggen sah. Im Gegensatz zu meiner Reise durch Spanien. Dafür fand ich zwei Begriffe kreativ dargestellt. za pavdu,  Bild links,“Wahrheit“ steht bei Sonnenschein an der Kirche eines Platzes. Der Guide meiner Tour erklärte, dass es das Nationalmotto ist. Meine Recherche ergab: Es verbindet die Stadt Prag mit Konstanz in Gedenken an den Reformator Jan Hus.

und weg ist erDiktatorBei der Tour wurden wir an einen schönen Aussichtspunkt geführt. Auch der „Sinn“ des Metronoms (Bild links), welches über der Stadt thront, wurde erklärt. Es geht weniger um den Sinn selbst, sondern um das, was es ersetzt. Vorher stand dort eine Statue zu Ehren Stalins, wie der Guide uns mit einem Handybild zeigte. Es stand 7 Jahre, nach 5 1/2 Jahren Bauzeit, und wurde glücklicherweise 1962 wieder gesprengt.

Die restliche Kunst ist deutlich positiver. Und sie ist allgegenwärtig. Und zwar ausgeprägter als in manch anderer Stadt, wie ich finde. Mein Highlight war das Schwarzlichttheater. Beeindruckend, wunderschön und definitiv sein kleines Geld wert! Wenn Ihr dort seid nehmt Euch einen Abend dafür.

DrehendesGesichtDrehendesGesicht2Dieses sich drehende Gesicht fand ich auch interessant, wobei ich gestehen muss, nicht nach dem Sinn des Kunstwerks recherchiert zu haben. Ich interpretiere: Die verschiedenen Gesichter, Gemütszustände, usw., die jeder Mensch so hat, werden dargestellt. Andere Meinungen?

FallschirmspringerSehr niedlich fand ich auch diesen kleinen „Fallschirmspringer“ links. Findet ihr ihn?

FragezeichenWas Prag mir mit diesem Fragezeichen (rechts) sagen wollte weiß ich auch noch nicht, aber lustige Idee. Seit Lissabon habe ich gelernt, dass Straßenkunst teilweise bewusst Streetartso angebracht wird, dass man sie, ohne die Wand zu schädigen, wieder entfernen könnte. Und seitdem sticht sie mir ins Auge, hier links.

Diese kleinen Dinge machten Prag für mich sehr sympathisch.

WunderschönerTrendWas man in vielen Städten immer häufiger sieht sind Menschen die Seifenblasen als Touristenattraktion machen. Sehr schön anzuschauen und eine gute Abwechslung für die Pantomimen, wie ich finde.

Lieblingsgebäude1Lieblingsgebäude1Mein absolutes Lieblingsgebäude ist das, was Ihr hier rechts seht. Tatsächlich stammt es vom gleichen Architekten wie wunderschöne Gebäude im Düsseldorfer Medienhafen, Frank Gehry. Er neigt dazu Teile an Gebäuden, oder ganze Gebäude, windschief darzustellen, finde ich sehr gelungen.

KameraparadeAbschließen möchte ich mit dieser Fotografen-Parade links. Langsam aber sicher finde ich diesen Wahn etwas übergreifend. Die beiden ganz rechts diskutierten irgendwann noch angestrengt über das perfekte Objektiv. Meine Meinung: Augen auf für die kleinen Dinge. Das Hirn speichert, nachgewiesen, viel besser Dinge die es nur gesehen, aber nicht fotografiert hat. Und ja, auch ich mache trotzdem Fotos. 😉

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