Norwegen 2015

Nach Spanien und zuletzt Barcelona war es Zeit für den Norden.

Suche das T und die Puschelblume sollte es da heißen.

SonjefellMal wieder spontan entschloss ich mich eine Freundin zu besuchen, diesmal in Oslo. Sie studierte selbst erst seit wenigen Monaten dort. Also hieß es „Hej“ Norwegen. Hätte man mir das Foto rechts davor gezeigt, wäre meine Vorfreude wohl noch größer gewesen, aber da ich mich nie wirklich auf meine Reisen vorbereite, war diese Entdeckung eine tolle Überraschung und ein tolles kleines Ding, oder doch wohl eher ein großes Abenteuer.

Nach meiner Landung am „Lufthaven“ machte ich mich auf dem Weg in die Stadt. Irgendwie empfand ich es irritierend dass „Oslo S“ der dortige Hauptbahnhof ist. Aber wenn man das weiß, kein Problem. Schön finde ich die, im Vergleich zur deutschen Schrift, sehr unterschiedlichen Buchstaben wie das „Ø“, was lediglich ausgesprochen wird wie das „Ö“ im Deutschen. „Danke“ heißt einfach „Takk“.

GehryBauten3akaGehryBautenLeider war das Wetter in Oslo sehr schlecht. Das trübte natürlich auch meinen Eindruck von der Stadt. Allgemein ist es, würde ich sagen, modern und alt gemischt. Eine Kombination die ich immer wieder gern hab. Ich erfuhr, dass Oslo versucht mehr der Kulturmittelpunkt Norwegen’s zu werden und dementsprechend viel Geld in die Renovierung steckt. Zu erkennen an unfassbar vielen Baustellen. Mir haben besonders die Gebäude am Hauptbahnhof gefallen. (Fotos links) Jedes ist sehr individuell, bewohnt von den Großen der Beratungsbranche. Sie erinnerten mich an die Gehry-Bauten im Düsseldorfer Medienhafen.

Man kann Oslo ganz gut an einem Tag ablaufen. Schloßpark und Zentrum.

Oslo2 Slotttsparken Oslo Grönland

SmorbrodIm Osloer Zentrum besuchte ich das kleine Café „Kaffebrenneriet“. Dort ließ ich mir Kaffee und „Smorbrøt“ schmecken. Mit Letzterem assoziierte ich irgendwie eine Schwarzbrotart, ich muss mal recherchieren warum das so ist. Tatsächlich ist es ein Hefeteig mit etwas Zimt und Vanillepudding-Füllung. Gar nicht so süß und sehr köstlich. Es gibt unzählige Sportläden. Mir wurde erklärt das Norweger sobald Sie frei haben in die Berge gehen und Ihre Landschaften genießen. So auch meine Freunde und ich.

AusblickLillehammer2AusblickLillehammerSpungschanzeSprungschanzeSpringerMit dem Auto ging es zunächst nach Lillehammer, eine etwa 2,5 stündige Fahrt. Dort fanden 1994 die olympischen Winterspiele statt. Ein kleines Städtchen. Unfassbar liebenswert, die Sprungschanze war sogar in Betrieb, beeindruckend. Das Zentrum ist –wenn man es gefunden hat- klein, aber sehr verwinkelt und garantiert sehenswert. Hier ein paar Eindrücke.

LillehammerZentrum3 LillehammerZentrum24 LillehammerZentrum2 LillehammerZEntrum

Es ging weiter zu den Spiterstulen (gelesen wird es Spiterstülen). Dauer etwa 3,5 Stunden. Die komplette Strecke führte an sehr hübschen Städtchen und Gewässern vorbei. Unter anderem am Mjøsa. Die Rückfahrt sollte aber noch sehr viel schöner werden.

EisVon dem Städtchen Lom geht ein eher unscheinbarer Weg etwa 17 km steil bergauf. Nachdem man alle Schlaglöcher geschafft hat landet man in einem von Bergen umzingelten Tal, in dessen Mitte die Spiterstulen-Hütten liegen. Man befindet sich auf gut 1100m über NN. Das sieht man auch an der Vegetation. Die Hüttenanlage ist super. Unzählige Wanderwege lassen sich, mit ihr als Ausgangspunkt, nutzen.

PuschelblumeGaldhoppingenDie Tage dort wurden mit wandern verbracht. Die Region ist bekannt dafür viele Berge über 2000m zu haben. Der Galdhøppingen ist mit 2469m der höchste Berg Norwegen’s. Man sollte Höhe und Wetter ja nicht unterschätzen und gut ausgerüstet sein. Besonders schön fand ich die pelzigen Blumen die ich auf dem Berg und im Tal fand. Suche das TIch arbeite noch daran herauszufinden wie sie heißt. Wenn es jemand weiß, ich bin für jeden Tipp dankbar! – Nachtrag im Mai 2016: Die Blume heißt Wollgras, habe sie in einer Dokumentation über Skandinavien gesehen. Puschelblume gefällt mir tatsächlich besser 😉

Die Wege findet man, indem man auf die roten Ts achtet, die auf die Steine gemalt sind. So einfach zu finden wie auf meinem Beispiel-Foto, sind sie aber nicht immer. Die Mischung Anstrengung und T-Suche kann echt spannend sein…

Zudem traute ich dieser Brücke, die mir bei einer Wanderung durchs Tal begegnete, auch nicht wirklich… Brücke Brücke nicht vertrauen

Das Gestein ist ganz unterschiedlich bunt. Und kaum zu vergleichen mit den mir bekannten Alpen oder den Bergen im Outback Australiens. Bei Wanderungen nehmen die Norweger gern Käse und Schokolade mit und beißen zur Stärkung hinein, so wurde mir gesagt. Ein sehr schöner Brauch wie ich finde.

Wasser formt LAndschaft Talwanderung4 Talwanderung22 AufBerg Aufstieg

Sonjefell2Sonjefell3Auf der Rückfahrt über die Sognefjell Straße, durch einen Nationalpark, blieb mir der Atem stehen. Das war überwältigend. Die Fotos geben nicht annähernd wieder wie unwirklich es wirkte durch diese Landschaft zu fahren. Vielleicht kann man es zumindest erahnen wie beeindruckend und sehenswert diese 108km sind.

MautsystemMautsystem2

Interessant fand ich das Maut-System, einfach und praktisch. Diese Box auf den Bildern links bucht automatisch Guthaben ab, wenn man gewisse Tore durchfährt. Ein Licht blinkt dann an dem Tor grün, wenn es rot blinkt muss man sein Guthaben wieder aufladen.

Abschließend will ich noch festhalten wie auffällig selten die bekannte Fast-Food-Kette mit dem gelben M dort ist. Ich habe sie lediglich in der Nähe des Campus meiner Freunde und am Hauptbahnhof entdeckt soweit ich mich erinnere.

JoggebukseMein Lieblingswort ist und bleibt die Joggebukse, die in Lillehammer im Schaufenster hing.

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