Einmal die Welt umrunden – Teil 2 – Australien

Von Hawaii ging es nach Australien, hier verbrachte ich knapp 4 Wochen. Ich landete zunächst in Sydney. Von dort reiste ich die Ostküste entlang in den Norden und besuchte auch Fraser Island und die Whitsunday Islands. Es war genauso faszinierend wie das erste Mal Australien, wenn auch ganz anders.

Flitzer, ja ich meine nackte Menschen die sonst beispielsweise über Fussballfelder rennen, können einem an den abgelegensten Orten begegnen. So geschehen auf Fraser Island. Eine Insel an der Ostküste Australiens, die sehr sehenswert ist. Mit meiner Gruppe zelteten wir in einem Camp. In einer Art offenem Bungalow bereiteten wir abends Essen vor, als eine junge Dame aus dem Nichts und komplett nackt, durch den Bungalow rannte und schrie „Enjoy Life!“. Als sie kurz inne hielt, da ihr der Weg abgeschnitten wurde, wirkte sie auf mich erstaunlich nüchtern. Dann verließ sie uns langsamen Schrittes wieder und wurde nicht mehr gesehen. Bis heute weiß ich nicht wohin sie gehörte, wer sie war und wohin sie verschwand…

Vivid in SydneyIn Sydney hatte ich das Glück während des Vivid’s da zu sein. Ein Kunstfestival mit Licht und Musik. Einfach gigantisch. Gebäude werden mit wunderschönen Lichtinstallationen bestrahlt. Inklusive der Oper. Teilweise musikalisch abgestimmt. Sehr sehenswert!

Einer meiner Lieblingsorte ist Bayron Bay. Klein, gemütlich, trotzdem ist was los. Ich machte auch einen Tagesausflug nach Nim Bin. Es ist ein merkwürdiger, lustiger „Ort“. Einfach eine unfassbar bunte Straße auf der einem Marihuana, Kekse mit selbigem und vieles mehr angeboten werden. Offiziell ist es nicht legal, aber die ansässigen Behörden dulden es. Ich traute meinen Augen nicht und musste lachen, als eine ältere Dame, die auf den ersten Blick ihre gehäkelten Decken verkaufen wollte, diese zurückschlug und mich fragte: „You want cookies? You want hash?“. Genanntes war unter der Decke feinsäuberlich verkaufsbereit aufgebaut.

Brisbane hat mir sehr gut gefallen, das Fährsystem ist sehr gut und schnell und die Stadt vom Wasser aus zu sehen, insbesondere wenn die Sonne untergeht, ist super. Von dort aus kann man nach North Stradbroke Island was sehr sehenswert ist. Insbesondere wenn man die Einsamkeit sucht. Hier gibt es ein oder anderen verlassenen Strand. Außerdem hat man gute Chancen Wale zu sehen. Hier ist auch das Bild entstanden auf dem ihr mich seht, ihr findet es auf meiner Über diesen Blog-Seite findet.

In Noosa lernte ich surfen und außerdem wieder einige spannende Lebensgeschichten kennen. An einem Abend saß ich mit meinem Dorm auf dem Boden zusammen. Wir tranken Goon („billigen“ australischen Wein, den man am besten mit Sprite runter bekommt). Ich unterhielt mich lange mit der Engländerin die neben mir saß. Sie ist ein flippiges hübsches Mädchen mit zu viel Make-Up. Was man ihr nicht ansah war, dass sie schon eine Gebärmutterhalsschwangerschaft mit entsprechend viel Komplikationen hinter sich hatte und niemals Kinder bekommen kann. Nun wolle sie einfach leben und das Leben feiern sagte sie, setzte den Goon-Beutel an und trank als gäbe es kein Morgen. Eine andere hatte einen Vater, den sie nur aus dem Gefängnis kannte. Dem gegenüber saßen eher zurückhaltende Mädels, die gerade als Aupair in einer wohlhabenden Familie gearbeitet hatten und nun noch etwas reisen wollten, bevor es zurück nach Hause ging. Für sie war dieser Abend, mit den Gesprächen die wir führten, das „abgefahrenste“ was ihnen bisher passiert war, erklärte mir eine von Ihnen. Eine typische Backpacking-Szene. Mich erstaunt immer wieder die Offenheit der Menschen die ich treffe. Meines Erachtens liegt es an der Anonymität die das Rucksackreisen mit sich bringt, man sieht die Leute kein zweites Mal und ist entsprechend bereit sich einiges von der Seele zu reden.

Lake Waggy auf FraserFrazer Island ist nochmal eine ganz eigene Welt. Nahezu abgeschottet von der Außenwelt bewegt man sich mit Jeeps durch Sand und Wälder. Von einem Lookout aus konnte ich riesige Rochen im Wasser beobachten. Eine Menge wilder Dingo’s sind meiner Gruppe und mir begegnet. Sie verfolgen hier und da die Jeeps da sie wissen, dass es da häufig Futter gibt. Man sollte aber Abstand halten und sie erst recht nicht füttern. Zudem gibt es noch Lake Waggy, der gar nicht so spannend ist, zu dem man sich aber auf einer Sanddüne herunterrollen lassen kann. Und das ist verdammt witzig!

ChampagnePoolsDie Champagne Pools – 3 Beckenartige Einhüllungen in einen Fels – werden ständig von frischem Meerwasser durchgespült. Das führt zu ihrem schicken Namen und einem sehr erfrischenden Erlebnis wenn man sich hinein wagt. Vorsicht nur mit den Füßen, teilweise ist der Boden von Metall durchzogen, wie ihr links seht und das ist sehr scharf.

Beim Backpacken verzichtet man auf einiges und hat Lust auf vieles, aber bis heute kann ich mir nicht erklären warum es für mich überall auf der Insel nach Kartoffelpüree roch. Ich bin überzeugt, es ist eine Pflanze die dort wächst. Falls es jemand weiß, bitte schreibt mir!

Von Australien ging es weiter nach Singapur, wie ich es da fand, könnt ihr hier (Beitrag und Link folgen) lesen.

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