Einmal die Welt umrunden – Teil 1 – Hawaii

Aloha Hawaii hieß es im April 2014. Diese Reise dauerte insgesamt knapp 8 Wochen.

DowntownEs ist nicht alles paradiesisch, auch wenn man es erwartet. Honolulu mit Waikiki-Beach schockiert einen regelrecht wenn man einige Tage an der idyllischen North Shore verbracht hat. Insbesondere der Abschnitt in den es die Touristen nicht unbedingt verschlägt, Downtown. Crystal Meth hat hier – wie ich später erfuhr – viele Leben auf dem Gewissen.

Generell riecht man häufig Marihuana, es gehört einfach zur hawaiianischen Lebensphilosophie. Da viele es sich irgendwann nicht mehr leisten können steigen sie auf das billige Crystal um, welches sie wiederum umbringt. Man kommt sich vor wie in einem von Zombies regierten Gebiet. Es tut weh diese Menschen so zu sehen und zu wissen dass tausende von Dollar drei Straßen weiter in die Touristenmeilen gesteckt werden.

Aber nun zum Rest dieser, doch überwiegend wunderschönen, Reise. Der erste Stop war mein Cousin, der als Shaper für Surfboards, in der Nähe von Haleiwa (Oahu) lebt. Er stellt wunderschöne Unikate unter der Marke demarco her, kann ich nur empfehlen. Insgesamt umrundete ich die Insel und fuhr einmal quer durch. Auf Big Island fuhren wir von Hilo nach Kona über Volcano.

Wenn man in Laie auf Oahu durch ein Wohngebiet Richtung Küste geht, gibt es einen wunderschönen Lookout. Erinnert ein bisschen an eine Kulisse aus Fluch der Karibik.

Auf Hawaii gibt es ein Gesetz dass Hotels verpflichtet Ihren Strandabschnitt für alle zugänglich zu machen und dadurch kann man auch die hübschen Cocktailbars gleich am Strand mitbenutzen. Man sollte nicht vergessen dass man sich immer noch in den USA befindet – Man sollte immer einen Ausweis bereithalten, sonst bekommt man keinen Alkohol. Auf eine erwachsene Optik wird sich dort nicht verlassen.

Weiter ging es auf Big Island, was viele als das Hawaii bezeichnen. Es ist aber lediglich die größte der Inseln. Volcano ist sehr sehenswert, sowie das ganze vulkanische Gebiet. Eine unwirkliche Welt durch die man sich dort bewegt. Im Südosten ist die Entstehung einer neuen Insel zu beobachten. Loihi, ein Vulkan vor der Küste, arbeitet fleißig an der Erschaffung neuen Landes. Noch weiß man allerdings nicht ob es sich an Big Island anschließen oder eine weitere Insel werden wird.
Pele ist die Göttin der Vulkane, sagen die Hawaiianer. Sie erklären sich ihre Existenz durch Pele’s Haar, dass sie nach einem Ausbruch finden. Tatsächlich handelt es sich dabei um Lavafäden, die aber wirklich aussehen wie Haare.

Allgemeine kleine Dingen die mir auffielen:

Das Bus-System auf Oahu ist eher dürftig wie ich feststellen durfte. Das Auto ist das Fortbewegungsmittel Nummer 1. Die Busse sind erschreckend unterkühlt! Da wünscht man sich Winterjacken und das ist nicht übertrieben. Im Prinzip gibt es eine Nord- und eine Südroute der Busse. Sie kommen wie sie lustig sind. Pläne gibt es kaum.

Auf Oahu liefen überall Hühner frei rum. HuhnStrandAuf Nachfrage wurde mir erklärt dass es vor einigen Jahr einen großen Sturm gab und die Hühner-Käfige nicht ausreichend gesichert waren. Seitdem vermehren sie sich und gehören ganz selbstverständlich zum Inselbild.Seeigel

Diese gepanzerten Freunde sind tatsächlich Seeigel. Shingle-Urchin um genau zu sein, so das zoologische Insitut der TU München.

In der Sharks Cove schnorcheln zu gehen empfehle ich dringend, genauso wie am Three Tables Beach. An Letzterem befand sich auch direkt mein Hostel. Schildkröten, tolle unterschiedlichste Fische und sogar einen Seehund konnte ich während meines Aufenthalts sehen. Alles wild. Alles wunderschön.

Halo around the sunAuch diesen rainbow/halo around the sun habe ich noch nie vorher gesehen. Es gibt das Sprichwort „Ring around the moon means rain soon.“. Gleiches gilt vermutlich auch für die Sonne. Hätte ich das nämlich damals gewusst, hätte es mich vielleicht nicht so gefreut dieses Naturschauspiel zu sehen. Wir bekamen nämlich kurz darauf Sturm und Regen, inklusive Stromausfall und allem drum und dran. Zum Glück folgt auf Regen immer Sonnenschein.

Und sollte man bei all der Natur vergessen, dass man in den USA ist, reicht ein kurzer Gang in den Supermarkt. Die riesige Auswahl an Fertig-Käse-Makkaroni, die man dort antrifft, lässt keine Zweifel daran dass man sich in den USA befindet.

Interessanter Fakt, den ich vor Ort gelernt habe: Eine Ananas braucht zwei Jahre um heranzuwachsen. Seit ich das weiß hab ich definitiv mehr Respekt vor dieser Frucht.

Es fällt auf dass beispielsweise die Stadtnamen immer recht gleich, bzw. eintönig klingen. Ein Auszug: Akaka, Haleiwa, Hilo, Kaneohe, Waipi’O, Waimea, Kailua-Kona oder auch der überall präsente König Kamehameha. Wenn einem die Buchstaben ausgehen wiederholt man am besten einfach. Das liegt daran dass es im Hawaiianischen nur die uns bekannten Vokale (a, e, i, o, u) gibt und die Konsonante k, l, m, h, p, w und n.

Es gibt diese Blume auf der InselBlume an der Küste Hawaii's. Naupaka ihr Name. Tatsächlich fehlen der Blume keine Blätter, sie wächst immer so. An der Küste. Mir wurde erklärt dass man in den Bergen ihr Pondan findet. Hält man sie zusammen, ergibt es eine ganze Blume. Man erzählt, dass der Gott des Meeres und die Göttin der Berge sich liebten, aber nicht zusammen sein konnten. Deswegen verwandelten sie sich in diese Blumen und ergeben nur zusammen ein Ganzes.

The cakeMan sollte dringend an „Ted’s Bakery“ anhalten und einen Kuchen mitnehmen. Einer der Klassiker ist ein Kuchen mir sehr dünnem Boden, Schoko- und Kokosnusspudding-Füllung und Sahne. Sehr kalorienreich, aber definitiv mal was anderes und sehr beliebt bei den Locals.

Auf Big Island, vor allem in Hilo, fiel uns sehr viel Vogel-Gezwitscher auf. In Wahrheit handelt es sich aber um Frösche die das Gezwitscher immitieren, wie mir von den Hostelbetreibern erzählt wurde. Faszinierend!

Mahalo, dass ich da sein durfte liebes Hawaii!

Ihr wollt wissen, wie meine Reise danach weiterging? Dann lest hier Teil 2 der Weltumrundung.

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