Eine Runde Sache – Sizilien 2017 – Teil 1

Im Mai/Juni 2017 hieß es Bella Vita auf Sizilien. Eine Umrundung in 14 Tagen.

Marktfund

Landung in Catania – Mietwagen abholen – und dann los. Die Stadt selbst hat einige hübsche, großzügige Plätze und -gefühlt- einen großen Markt der sich durch unzählige Gassen schlängelt. Hier konnte ich gleich sehen wie bemüht die Sizilianer sind, alles zu verwerten. Insbesondere in Sachen Tier. Durch die fehlende Kühlung auf dem Markt sind die Düfte, die sich durch die Straßen ziehen wirklich spannend. Wer beim Ansehen des rechten Bildes rätseln muss: Ja, es sind Innereien.

Bestattungsinformationgefunden in NotoWeiter ging es nach Syrakus, bzw. auf die Halbinsel Ortygia. Hier lernte ich zwei kleine Dinge kennen. Man sieht nicht viel Plakatwerbung, wird aber genau darüber informiert, wer, wann nicht mehr unter den Lebenden weilt. Gut finde ich daran, dass es ständig an die Vergänglichkeit erinnert. Ein ständiger Reminder das Leben im Hier und Jetzt zu genießen und zu schätzen. Anmerkung: Mir ist bewusst, dass die Bewohner Siziliens das bestimmt anders sehen/diesen Gedanken keine Sekunde hegen.

Markierte PlätzeAuch in Sachen Parken, denken die Sizilianer und ich unterschiedlich. Im Allgemeinen war ich unendlich dankbar für den Smart der die einzig sinnvolle Größe für diese Insel hatte. Nicht nur, dass er in alle Parklücken passte -an denen es sehr häufig mangelt- sondern auch so klein war, dass er nicht einmal gerammt wurde, was man erstaunlich oft beobachten kann. Aber zurück zu den Parkplätzen. Rechts sieht man eine gelbe Markierung links und rechts auf dem Bild aber auch blaue Markierungen. Hinweisschilder die einem erklären was das bedeutet -> Fehlanzeige. Spart Euch den Strafzettel und parkt nur auf … weiß. Zu bezahlende Parkplätze empfehle ich wärmstens, denn da ist der fahrbare Untersatz dann sicher. Ansonsten unterstützt ihr, wie ich, die Insel mit ~45€ und bei Zahlung innerhalb von 21 Tagen ~23€ und seid um eine Erfahrung reicher.

StraßenkunstMalereiWeiter ging es nach Noto. Man kommt sich vor wie in einer Stadt für Touristen. Eine Mini-Stadt in der sich auf einer Straße alle Sehenswürdigkeiten aufgereiht befinden. Aber perfekt um es gemütlich zu entdecken. Spannend ist insbesondere die Straßenkunst. In Noto findet man sie tatsächlich auf der Straße. Früher zeigten die Menschen so ihre Familiengeschichte, bzw. mit wem man es zu tun hatte. Durch die Art der Balkone achtete man außerdem auf die ausladenden Kleider der feinen Damen, erzählte ein Tourguide. Er löste dabei nicht auf ob es ernst gemeint war.

Abends gab es ein wunderschönes Ballett inmitten der Stadt. Kostenlos konnte man auf einer großen Treppe Platz nehmen und zuschauen.

 

Weiter ging es. Vorbei an Modica und Ragusa nach Agrigent. Das Tal der Tempel in Agrigent ist extrem touristisch und der Eintritt nicht ganz günstig. Daher habe ich es mir aus der Ferne angeschaut.

In der Region Buseto Palizzolo wohnte ich auf einem Bauernhof. Fattoria Spezia hieß das Agriturismo und war wirklich liebevoll. Viele verschiedene Tiere bewohnen den Hof. Der Chef des Hofs stellte gleich die Saugbarben vor, die einen kleinen Teich bewohnen und sich über den Besuch von Händen und Füßen freuen. Honig wird auch hergestellt und für kleines Geld kann man im Umkreis riesige Zucchini und Tomaten kaufen und sich etwas Leckeres kochen. Nach dem Essen eignet sich die Umgebung wunderbar für einen Spaziergang. Die ganze Anlage ist sehr schön um abzuschalten. Ein Hinweis: Grundkenntnisse in italienischer Sprache wären sehr hilfreich gewesen, da die sehr gastfreundliche Familie kaum englisch spricht.

Fußbehandlung - Rötliche Saugbarbe  Riesenzucchini  

Von hier aus ging ein Tagesausflug nach Erice, von wo aus man einen schönen Blick auf Trapani hat. Erice liegt auf einem Berg und ist sehr sehenswert. Ein weiterer Ausflug ging nach Scopello. Tatsächlich ist die Bucht dort, ein typisches Fotomotiv, das einzig Sehenswerte.

Weiter ging es nach San Vito lo Capo, das war etwas enttäuschend. Man kommt sich vor wie in einem sehr typischen italienischen Badeort für den Massentourismus. Die Menschen mieten sich Liegen und Schirme und braten wie Sardinen in der Sonne. Immerhin konnte man sich hier etwas ausruhen. Auch wenn man dabei versuchen muss den Plastikmüll im Meer auszublenden. Dieser begegnet einem leider zusätzlich in Massen auf den Autobahnen, Straßen und den Gassen der Orte.

In Teil 2 berichte ich über Palermo, CefalùTaorminaCastelmola und den Besuch beim Ätna (Etna).

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