Eine Runde Europa – Stop 3 – Barcelona

Von Drachen, Rosen und dem Friedhof der Luftballons.

Nach Lissabon und Madrid, hatte ich in Barcelona leider das schlechteste Hostel meiner Reise, aber für drei Nächte ging es und die Stadt konnte es wieder gut machen.

Schockierend: Ich habe den Friedhof der Luftballons in Barcelona gefunden. Der Flughafen in Barcelona Allein in der kurzen Zeit, in der ich in einer Schlange warten musste, verloren 2 weitere ihr Leben. Ich habe versucht es zu fotografieren. Ich hoffe ihr findet es nicht pietätlos und entschuldigt die schlechte Bildqualität.

Friedhof der Luftballons (4) Friedhof der Luftballons (2) Friedhof der Luftballons (1)

Die Free Walking Touren die in Barcelona angeboten werden, fand ich klasse. Ich hab gleich zwei gemacht. Sie starten immer vor La Catedral und die Guides hatten ein blaues – glaube ich – Schild, damit man sie identifizieren kann.

Eines meiner Highlights war tatsächlich die Gaudi-Tour die ich machte. Sie endete an der Sagrada Familia und ich fand sie einfach umwerfend. Dieser Mensch Gaudi hat eine so traurige tragige Geschichte und dann dieses Bauwerk dazu zu sehen, ich war platt. Geschichte lesen oder erzählen lassen und dann zur Sagrada gehen, empfehle ich ausdrücklich.

kaputteRolltreppenIch traf auch das Mädel aus Canada, welches ich in Madrid kennen gelernt hatte, wieder. Mit ihr lief ich zum Park Güell, zu dem der Aufstieg echt ordentlich ist, wenn die Rolltreppen – wie bei uns – kaputt sind, und durch den Stadtteil Garcia, was sich wirklich lohnte. Der Park lohnte sich für mich mehr wegen der Aussicht von oben, den Eintritt wollten wir nicht zahlen. Der Stadtteil hat einige hübsche kleine Cafe’s, wenig Touristen, hauptsächlich Locals.

Fliesen an der UnterseiteFliesen an der Unterseite der BalkoneFür mich war eines der interessantesten kleinen Dinge, die Fliesen an der Unterseite der Balkone. Auf einer Tour erfuhr ich, dass dadurch der gesellschaftliche Stand der dort lebenden Familie kund getan wurde. Je aufwendiger und verzierter die Fliesen, desto wohlhabender die dort lebenden Menschen.

DracheUnter anderem lernte ich auch, dass wenn man drauf achtet, man in Barcelona überall kleine Drachen findet. Das liegt am 23. April, dem Day of the dragon oder auch St. George Day, an dem jede Frau dem Mann ihres Herzens ein Buch gibt. Je komplizierter dieses ist, desto größer die Liebe. Die Herren geben ihren Damen Rosen. Die Wurzel des ganzen liegt in einer Sage. Diese besagt, dass Saint George für seine Liebste einen Drachen tötete, dessen Blut verwandelte sich in Rosenblätter.

EinhornLa Catedral beheimatet ganz viele kleine Drachen wenn man genau hinsieht und beeindruckte mich im Ganzen sehr. Neben der oben erzählten Geschichte gibt es noch Weitere, in denen sie eine große Rolle spielt. Neben negativen wie, dass die spanische Inquisition dort tagte, fand ich es erhellend, dass sich ein Architekt einen kleinen Scherz erlaubte und jeden Wasserspeier anders aussehen ließ. So entdeckt man unter anderem dieses Einhorn rechts.mehrFiguren

Immer wieder sieht man Flaggen. Die gelb-rot gestreifte Flagge ist die katalanische Flagge. Diese Streifen findet man auf jeder. Allerdings mit unterschiedlichen Sternen. Seht selbst. Ich fand heraus, dass es die Sterne Forderungen der Bevölkerung darstellen. Derzeit gehört Katalanien zu Spanien. Einige fordern aber die soziale Trennung und andere, radikal, auch die wirtschaftliche Trennung vom restlichen Spanien, in Form von eigener Währung und allem was dazu gehört.

Flagge Flagge2 Flagge3

Einige Stunden verbrachte ich auch am Strand. Was ich das so alles beobachtete. Strandverkäufer vergruben gekühltes Wasser und andere Getränke im Sand. Jeder hatte so seine eigene Ecke, unterschiedlich markiert. Interessant war, dass sie damit zwischen all den Touristen saßen, aber niemand auf sie achtete. Sie folglich auch niemand beklaute.

Was mich sehr aufregte war, als ich auf dem Placa de Catalunya saß und mit ansehen musste wie unzählige Leute Tonnen von Reis, aus frisch geöffneten Paketen, an Tauben verfütterten. Wie kann das sein, wenn es noch Länder gibt in denen Menschen hungern und in unmittelbarer Nähe unzählige Obdachlose sitzen?

MesserschleifenIn ganz Spanien legt man, meines Erachtens, großen Wert auf scharfe Messer. Diese Roller mit Schleifaufsatz sind mir inzwischen in mehreren Städten Spaniens begegnet. Wenn man einen Notfall von der Art „Stumpfes Messer“ hat, kann man sofort anrufen. Warum gibt es das in Deutschland nicht? Ich benutze nach wie vor einen ollen Schleifstein, wie altmodisch.

Reise-/Bequemlichkeits-Tipp:
Da meine Anreise etwas holprig war, möchte ich hier unbedingt empfehlen, das Shuttle zu nehmen um vom Flughafen in die Stadt zu kommen. Der Zug fuhr nur selten, ich weiß nicht ob es an der Baustelle dort lag oder immer so ist, und es dauerte ewig. Das Shuttle ist nur 2 oder 3 Euro teurer, schont Nerven und Zeit.

ColumbusAbschließen möchte ich mit einem Bild vom Weltentdecker Columbus, der auf der Säule dargestellt wird, es war geplant dass er nach Amerika zeigt, die neue Welt und so weiter…. Tut er aber leider nicht, tja, dumm gelaufen. Hätten sie mal besser den Architekten des Einhorns um Hilfe gebeten.

Diese drei Städte machten wirklich Lust auf mehr Spanien und Portugal!

 

You may also like...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.