Eine Runde Europa – Stop 2 – Madrid

cordeleria alpargateriaIch traute meinen Augen nicht, als in Madrid, wie in Lissabon, schon wieder Schlange gestanden wurde. Diesmal wegen Garn und Hauspantoffeln, beziehungsweise Sandalen. Der Laden nennt sich Casa Hernanz – Cordeleria Alpargateria.

FassadenerhalungEndlich konnte ich mein Spanisch, soweit vorhanden, anwenden. Das Spanisch in Madrid ist dem, welches man beispielsweise in der Schule lernt sehr ähnlich. Es gibt wohl das Sprichwort: „Madrid wird schön, wenn es mal fertig ist.“ Sagen wir so, die Geschichte und die Architektur sind beeindruckend, aber ja, es wird verdammt viel gebaut und das Zentrum ist modern renoviert. Immerhin wird sich bemüht die Fassaden zu erhalten, wie auf dem Foto links zu sehen.

Am stärksten ist mir die Unterhaltung mit einem Mann aus Pakistan in Erinnerung geblieben. Schon über 50, wohnte er dennoch in meinem Dorm. Als ich ihn fragte warum das so ist, erklärte er mit einem Augenzwinkern, dass er zum einen im Inneren immer 18 bleiben würde, zum anderen muss er beruflich für die Uno viel reisen. Nach Möglichkeit versuche er immer ein paar Tage vor dem eigentlichen Event in einer Stadt anzukommen und in ein Hostel zu gehen um sich noch etwas ungezwungen die Stadt anschauen zu können. „Morgen ziehe ich dann meinen Anzug an und ziehe in das Meeting-Hotel 3 Straßen weiter!“ Wir unterhielten uns lange über Pakistan und die Situation in seinem geliebten Land. Unfassbar spannend. Der Norden Pakistans sei der schönste Ort der Welt, sagte er und drängte, ich solle es mir unbedingt anschauen. Die Menschen seien sehr gastfreundlich und mit einem Guide vor Ort sei es absolut kein Problem dort sicher zu reisen. Seitdem steht Pakistan auf meiner To-Do-Reise-Liste, wenn auch mit einem kleinem Fragezeichen, wenn es darum geht, allein dahin zu reisen.

Nun zu Madrid selbst. Es war extrem heiß, den Hauptteil der Hitzewelle hatte ich zum Glück gerade verpasst.

Stadtteil MalasanaGeschäft in MalasanaDen Stadtteil Malasaña fand ich besonders schön. Alternativ, viele kleine Läden und Cafe’s, gemütlich. Häufig begegnen einem Geschäfte die außen mit Fliesen und manchmal Hühnern, wie hier rechts, verziert sind. Tatsächlich gab es in diesen Geschäften früher nur Eier zu kaufen. Es ist schließlich eine essentielle Zutat der spanischen Küche. Tortillas gibt es auch jetzt noch fast überall und ich vermute früher waren sie noch weiter verbreitet. Salat MalasanaIch gönnte mir in Malasaña dennoch lieber einen Salat mit hausgemachter Limonade. Perfekt bei dem Wetter.

Die Tapas-Tour, die ich mit einer kleinen Gruppe machte, war sehr unterhaltsam. Jamaika, USA und Canada waren mit mir unterwegs. Nach einigen Sangria, waren wir alle ein Herz und eine – betrunkene – Seele. Eine Bar war aber nicht ganz jugendfrei, dafür umso lustiger. Und das stand sogar schon außen dran. Hier Bilder dazu.

Taberne keine Kinder Taberna (3) Taberna (1) Taberna (2)

Das Mädel aus Jamaika ist zu Hause unter anderem Salsa-Lehrerin und wollte nach der Tour noch in einen Salsa-Club. Da schloss ich mich, zusammen mit Canada, an. Ich lernte Salsa, Bachata und Merenge. Genial und super lustig. Wir waren im El Son Cubano, zentral, übersichtlich und, soweit ich das als Laie beurteilen kann, echt gut.

Templo de debodAngeblich ist der Templo de debod sehenswert. Meinen Kommentar dazu hab ich mal in einem Bild, links, festgehalten. Schenkt euch den Weg dahin.

Flohmarkt MalasanaZu ein paar weiteren schönen kleinen Dingen:

Extrem schön fand ich, dass es häufig kleine Flohmärkte gibt. Und zwar wirklich klein, wie hier rechts zu sehen und dass man fast überall auf den Straßen Bücher kaufen kann. Bücher de el RetiroSo auch um den Parque de El Retiro, hier links ein Bild.

Parque de El RetiroDer Park ist ziemlich groß, aber wirklich schön und teilweise wirkt es, als wäre man in einer anderen, kleinen Phantasie-Welt. Mit diesen wunderschönen Bäumen. Neben Flohmärkten und Parks gibt es auch einmal die Woche, Sonntags, einen Markt der sich – scheinbar – niemals endend durch viele Straßen schlängelt. Mercado el RastroEr heißt Mercado El Rastro. Während man darüber schlendert, findet man auch kleine Schätze, neben den China-Artikeln. QuecksilberEin merkwürdiger und etwas schockierender kleiner Fund war Quecksilber. Einfach so to go für kleines Geld.

Ganz umsonst, lässt sich mitten in der Stadt eine perfekte Choreographie beobachten. illegales TreibenAuf Laken ausgebreitete Taschen und Sonnenbrillen vermeintlicher Luxusmarken verschwinden auf einen Schlag. Wie sie das machen? Naja, die Herren, die auf sie aufpassen ziehen die Laken an den Ecken an Seilen nach oben und rennen davon. Ich hoffe man kann es auf dem Bild rechts ganz gut erkennen. Das was die Herren da nämlich anbieten ist illegal. Es handelt sich um Fälschungen. Es gibt einen Aufpasser der seinen Kollegen ein Zeichen gibt, sobald die Polizei in der Nähe ist und dann wird sich schleunigst verkrümelt. Zuzuschauen fand ich persönlich ganz lustig.

Graffiti Seitenstrasse MadridDieses wunderschöne Graffiti begegnete mir in einer Seitenstraße. Hut ab, vor dem Effekt der Augen.

Untergehendes SchiffUnd bei diesem nächsten Foto bitte gaaaanz genau hinschauen! Sucht ein bisschen, es ist wirklich ein niedliches kleines Ding das ihr sehen werdet. Ich war sehr happy es zu entdecken! Ahoi!

SeniorenzentrumNoch nie gesehen, habe ich dieses Schild rechts, welches auf ein Seniorenzentrum in der Nähe hinweist und die Verkehrsteilnehmer darauf, langsam zu fahren.

Tatsächlich vermisste ich in Madrid Gewässer, insbesondere bei der Hitze, aber das sollte ich in Form von Meer wieder in Barcelona bekommen.

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