Eine Runde Europa – Stop 1 – Lissabon

Das dringende Bedürfnis zu reisen, auch unter Fernweh bekannt, packte mich erneut und wenn es da ist, dann muss ich weg. Und sei es für ein Wochenende.

Im Juli 2015 hatte ich das Glück sowieso zwei Wochen Urlaub zu haben. Es ging nach Lissabon, Madrid und Barcelona.

Lissabon ist eine atemberaubende Stadt. In Lissabon stimmte für mich einiges. Wetter, Architektur, Kunst. Ihr wird nachgesagt 7 Hügel zu haben und ja, die hat sie definitiv. Ich habe fast alle persönlich kennen gelernt. Definitiv gutes Training für den Allerwertesten.

Individuelles Graffiti trifft Fliesen-Tradition. Die für Portugal bekannten Fliesen zieren auch heute noch viele Gebäude. Dennoch stechen einem die vielen kleinen und größeren Graffiti immer wieder ins Auge. Das bewegte mich dazu auch eine Tour dazu zu machen. Und es war eine der besten Touren die ich gemacht habe. Véro von Lisbon Street Art Tours jagte mich und eine kleine Gruppe Backpacker durch halb Lissabon. Es war großartig. Die Bilder unten nur als kleiner Auszug. Véro kennt unfassbar viel zur Geschichte und Herkunft der Graffiti, solltet ihr nach Lissabon reisen, macht diese Tour unbedingt! Am Ende konnten wir sogar unser eigenes Graffiti sprühen. Ihr findet mein Werk zum Beispiel auf meiner Seite als Profilbild bei Twitter. Ich war bemüht! Bitte urteilt nicht zu hart.

Dieses Bild wurde auf die Wand gedrucktIn einem ParkhausParkhausAn einem LookoutGraftiti an einer Straßenecke

Lisbon Lookout HostelLisbon Lookout HostelEine weitere Empfehlung ist das Hostel in dem ich wohnte. Das Lookout Lisbon!. Es ist nicht das Größte, aber ist gemütlich. Aber es hat Charakter, die Lage ist wunderschön – gleich an einem Aussichtspunkt – und die Angestellten sind auskunftsfreudig. Kann ich sehr empfehlen.

Ich weiß bis heute nicht mit welchen Städten ich Lissabon vergleichen kann. Ich war erstaunt, dass viele Backpacker aus den Ländern kamen in die ich sonst vorzugsweise reise. USA, Australien, Neuseeland. Wenige aus Europa. Direkt hinter meinem Hostel befand sich das Viertel Bairo Alto. Bekannt dafür, dass man dort die Nächte durchfeiern kann. Und ich muss sagen, es ist beeindruckend wie es die Lissaboner schaffen trotz einer Ladengröße von (geschätzt) maximal 30qm noch Live-Musik unter zu bringen. Man feiert zur Hälfte drinnen und zur anderen Hälfte auf der Straße. Dort mischt sich die Musik der einzelnen Läden. Die Getränke sind erschreckend günstig und leider auch nicht so lecker. Ignoriert man das und die Tatsache, dass einem häufig diverse Drogen angeboten werden, ist die Stimmung in den nächtlichen bunten Straßen einfach genial.

Zu weiteren kleinen Dingen die mir auffielen:

Fliesen in Lissabons StraßenMit Vorsicht zu genießen ist der Bodenbelag. Es ist sehr glatt. Man rutscht, gerade in den steilen Bereichen sehr schnell aus. Die Pflastersteine sind wie Fliesen.

Es gibt ein paar alte „Aufzüge“ mit denen man auf die Aussichtsplattformen kommt. Davor drängen sich Touristen. Wie auf dem Bild rechts zu erkennen.Schlange vor Aufzug

AusblickIch empfehle einfach kurz ein paar Treppen zu laufen, denen kann man in Lissabon eh nicht entkommen und dann zeigt sich viel schneller dieser wunderschöne Ausblick. Hier eine Nachtaufnahme, wenn auch etwas verwackelt. Ich hoffe ihr könnt es erahnen.

Eine Portugiesin sagte zu mir sie seien ein sehr „süßes“ Land und nannte mir unendlich viele Süßspeisen die ich unbedingt probieren solle. Pasteis de Nata war eines davon und das ist wirklich unfassbar lecker. Sehr ähnlich ist Pasteis de Belem, welches man in Belem findet. Auf meinen Reisen versuche ich immer einen Großteil der Strecke zu laufen, sonst entgehen einem gern mal die Kleinigkeiten die eine Stadt erst zu dem machen, was sie ist. Also wollte ich auch nach Belem laufen und wurde, als ich ein, zwei Personen fragte wie lang das ungefähr dauert, fragend angestarrt. Man versicherte mir immer wieder „Nobody walks to Belem!“ und dass ich doch die Tram nehmen solle. Ich lief trotzdem. Wenn es keiner läuft, wie können sich die Leute sicher sein, dass man nichts verpasst? Naja, die 1 ½ Stunden waren leider tatsächlich etwas verschwendet. Außer einer ganzen Reihe Fischer gibt es nicht so viel zu beobachten. Immerhin hab ich auf meinem Weg Pac-ManPac-Man gefunden, den jemand auf den Fahrradweg gemalt hatte, und das Pasteis in Belem entschädigte für den Marsch durch die pralle Sonne.

ParkverbotDiese Männlein links, habe ich noch nirgends auf der Welt gesehen. Auf der Avenida da Liberdade schon. Markiert wie bei einem Tatort „liegen“ sie auf der Erde. Sie halten den Zeigefinger hoch und wollen einem – so vermute ich – mitteilen dass man da nicht parken darf.

Ich spreche übrigens etwas spanisch, aber das Portugiesische ist noch einmal ganz anders. Obrigada bedeutet zum Beispiel Danke, für mich klingt es etwas asiatisch.

Straßen geschmücktAbschließend möchte ich über die wunderschönen geschmückten Straßen schreiben. Sehr bunt, echt toll. Man erklärte mir, dass einmal im Jahr ein Fest stattfindet, an dem sich alle Stadtteile schmücken und „gegeneinander antreten“. Anschließend bleibt diese Dekoration das ganze Jahr über hängen. Mit den Graffitis zusammen echt sehenswert, wie ich finde.

 

Wie es anschließend in Madrid war, könnt ihr hier nachlesen.

 

 

 

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2 Responses

  1. lisbon street art tour sagt:

    thank you for mentioning our tour!

  2. Lisa sagt:

    Sehr schön, Anne!

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