Kopenhagen – Helsingør – Roskilde – Dänemark 2016

Von verkannten Meerjungfrauen, Hamlet und Wikingern.

Kopenhagen, Helsingor und Roskilde – Stadt, Land, Stadt…

Kopenhagen's Straßen… hieß es in Dänemark. Das erste was mir nach der Ankunft auffiel war, dass die Stadt nicht so sauber ist, wie sie es in meiner Phantasie war. Ich hatte dieses Bild von einer blitz blanken Stadt, bzw. einem total gewienterten Land vor Augen.

HausÜberschwänglich gut gelaunte Menschen auf Fahrrädern fuhren in meiner Phantasie durch die breiten Fahrradstraßen. Aber insbesondere Kopenhagen zeigte sich nicht sauberer als beispielsweise München und andere ähnliche Städte.

FahrradstraßeFahrradampelMeine Phantasie mit den Fahrradwegen wurde definitiv nicht enttäuscht. Viele Radfahrer bewegten sich auf meist breiten Radstraßen durch die Stadt, die allerdings unfassbar viele Baustellen beherbergte. Die sind tatsächlich sehr lästig. GebäudeDie Gebäude die gebaut werden sind sehr modern mit viel Glas, wie es ja derzeit in den meisten Städten ist. Ein Beispiel seht ihr links. Die hübschen älteren Gebäude, ein Beispiel weiter oben links, sieht man mehr in den kleineren Straßen. Daher empfehle ich -wie immer- laufen, laufen, laufen und diese Stadt mir ihren vielen kleinen Dingen zu erleben. Überall, ähnlich wie in Berlin, sieht man Restaurants und Läden im Souterrain. Sehr hübsch. So kann man seinen Weg in Richtung Hafen bahnen.

Alte Börse / DrachenDa trifft man dann auch mein Lieblingsgebäude, es handelt sich um die alte Börse. der Turm besteht aus 3 ineinander gedrehten Drachen, erklärte man mir bei einer Bootstour. Die ich wirklich sehr empfehlen kann. Auch wenn man aufgrund der tiefen Brücken häufig den Kopf einziehen muss. Die netten Guides warnen einen hier aber immer vor. Kopf einziehen

Hier wird man auch an der -vermeintlich- sehenswerten Meerjungfrau vorbei gefahren. kleine MeerjungfrauDie 1,70m Dame wurde im vergangenen Jahr erneut zu einer der schlechtesten Sehenswürdigkeiten der Welt gewählt. Ob sie das verdient hat, darüber lässt sich streiten. Viel interessanter als das kleine Wesen fand ich die Touristen, die, da sie vermutlich viel für die Tour dort raus gezahlt hatten, entsprechend viele Fotos machten und sich in jede erdenkliche Pose schmissen.

ChristianshavnWunderschön fand ich Christianshavn. Bunt und leicht alternativ, gleichzeitig unfassbar teuer. Die bekannten bunten Häuser zeige ich jetzt hier nicht, die sind den meisten bestimmt bekannt, aber es ist tatsächlich sehr süß. Wenn man dann seinen Weg zu Christiana macht, wird es ein wenig spannend. Fotos sind dort nicht gestattet. Es handelt sich um den Stadtteil in dem Drogen geduldet werden. Allerdings ist es nicht so lustig wie in Australien, die Menschen verstecken sich viel mehr hinter Tarnnetzen und überall stehen Aufpasser die warnen, sollte die Polizei doch eine Razzia machen. Hier fand ich ausschließlich die bunte Umgebung schön, ansonsten hat die Ecke ihren alternativen Zauber verloren, oder ich habe ihn nicht erkannt.

Christiana Christiana_ ChristianaBügelperlen ChristianaGraftiti

Dort habe ich auch die meiste Streetart gesehen. Für den Rest muss man manchmal ganz genau hinsehen:

IMG_0799 Streetart klein aber lustig StreetartGesichtAufkleber StreetartHundanderLeine Streetart_

CocktailsIn Sachen Genuss hat mir Dänemark das ein oder andere neue gezeigt. Im Meatpacking district habe ich mit Earl Grey Tee versetzte Cocktails getrunken. Sehr anders und sehr lecker. Kann ich sehr empfehlen. Essen gehen ist allerdings sehr teuer. Rechnet mit 20 € pro Gericht. Eine einfache Pizza Margarita kostet das dort bereits.

Belegtes BrotSmorrebrodIn Helsingør habe ich dann das bekannte Smorrebrød gegessen und es war im Gegensatz zu Norwegen diesmal so wie ich es erwartet habe und doch wieder anders. Unten (unter all dem Salat auf dem Bild) befindet sich eine mini Scheibe Schwarzbrot und dann extrem viel Belag, fast ein Kunstwerk. Sehr lecker und auch wie zu erwarten war, nicht ganz günstig. Hamlet's SchlossAnsonsten bietet Helsingør das „Hamletschloss“ Schloss Kronborg, Shakespeare ließ hier die Handlung von Hamlet spielen, daher kommt diese Verbindung. Es liegt ganz ruhig da, mit Zugang zum Meer und ist touristisch nicht so überlaufen. Sehr schön, um einfach mal dort entlang zu spazieren und zur Ruhe zu kommen. Die Innenstadt ist super klein, aber die Leute sind hier so wie ich sie erwartet habe, sehr freundlich und entspannt. Ein paar Stunden sollte man dieser Stadt wirklich schenken wenn man in Dänemark ist.

StraßenDänemarks StraßenAuf dem Weg nach Roskilde sieht man viel Natur, aber es ist deutlich dichter bebaut als in Norwegen. Schade fand ich, dass man nicht so wirklich Zugang zum Fjord hat, um sich da einfach mal kurz hinzusetzen und sich den Wind durch die Haare wehen zu lassen. Die meisten Zugänge sind bebaut, in Privatnutzung oder einfach nicht existent.

 

Roskilde StühleRoskilde fand ich sehr liebenswert, die kleinen extra dort positionierten Stühle geben das schon ganz gut wieder. Es ist die ehemalige Hauptstadt Dänemarks und wirklich wunderschön. Viel viel ruhiger als Kopenhagen. Mit einer großen Fussgängerzone und vielen, auch individuellen, Geschäften. Auf dem Marktplatz gleich neben dem Dom zu Roskilde der zum Unesco Weltkulturerbe gehört gab es einen kleinen Markt am Sonntag mit vielen regionalen Sachen. Solltet ihr hinfahren, plant an einem Sonntag da zu sein und auch das Wikingermuseum mit den alten Originalschiffen sollte eingeplant werden. Hier fand ich interessant, dass man mir sagte dass man heute für das Nachbauen eines Schiffs 4 Jahre braucht, früher bauchten sie 7 Monate. „Das liegt an unseren gesetzlich vorgeschrieben Arbeitszeiten, wir dürfen nicht Tag und Nacht daran arbeiten, wollen das auch gar nicht (lacht), und daran dass wir alles versuchen exakt nachzubauen, die Leute damals wussten was sie taten, wir raten.“, erklärte mir ein Herr, der sonst diese Nachbauten macht, in einer Führung.

Abschließend gehörte Dänemark zu meinen teureren Reisen, man lernt definitiv die unfassbar günstigen Lebensmittel in Deutschland zu schätzen und genießt das günstige Bier wieder mehr 😉 Wie alle Orte auf dieser schönen Welt, ist es aber definitiv eine Reise wert und wenn man etwas plant, bekommt man es auch in jedes Budget.

 

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