Australien 2011 – 4.486km

Im April 2011 begab ich mich auf meinen bis dahin längsten Flug nach Melbourne, Australien und damit auf meine erste Rucksackreise.

Während ich dort war wohnte ich in unzähligen Hostel. In einem der Hostel entlang der Great Ocean Road, teilte ich meinen Dorm (Hostelzimmer) mit einem sehr jung aussehenden Herren mit extrem viel Bart. Ich fragte ihn woher er sei. Er war Deutscher, sah irgendwie fast verwahrlost aus und wirkte gleichzeitig sehr zufrieden. Nach längerer Unterhaltung und etwas Nachbohren erfuhr ich dass er bis vor kurzem ein erfolgreicher Consultant in einer namhaften Beratung war. Haus, Auto, Freundin. Kurz vor dem Burn Out fuhr er eines Tages nach Hause, schmiss seine Freundin raus, verkaufte Auto und Haus, stellte die Dinge, die ihm wichtig waren bei seinen Eltern unter und reiste los. Ich kam mir vor wie in einem Film als er mir das erzählte. Ich fragte, wie lange er das noch so machen wolle. Er sagte: „Bis mein Geld weg ist. Also die nächsten 5 Jahre vermutlich noch.“

Aber zurück zum eigentlichen Reiseablauf:

Ich wollte vier Wochen lang eine Freundin besuchen. Nach dem Flug hatte ich unfassbar starke Halsschmerzen und lernte: Viel trinken, Halstuch tragen und Gang-Platz! Die Klimaanlage im Flugzeug ist nicht zu unterschätzen. Meine Freundin wohnte in einer Wohnsiedlung mit einem unbezahlbaren Blick über Melbourne. Melbourne

Unser Trip ging von da aus an der Great Ocean Road entlang bis nach Adelaide. Von da einmal rein ins Outback, vorbei an der faszinierenden Opalstadt Coober Pedy bis zum Ayres Rock. Wir flogen nach Perth, wohnten in Fremantle -das man gesehen haben sollte- und von da aus ging es zurück nach Deutschland.

Fremantle ist eine kleine, entspannte, klassisch englisch aussehende und gleichzeitig moderne Stadt in der man sich auf anhieb wohlfühlt. Die Fremantle Markets sind lebendig, abwechslungsreich und sehr sehenswert. Vorsicht bei den Cupcakes dort. Die sind extremst süß!

In Melbourne notierte ich „Vom Winde verweht“. Die Gebäude, insbesondere wenn man etwas raus fährt erinnerten mich sehr an diesen Film. Der englische Einfluss ist einfach sichtbar.

Entlang der Great Ocean Road gibt es beeindruckende Felsformationen, allerdings fand ich auch die Größe der Ameisen beeindruckend und erschreckend zugleich. 

In Australien begegnen einem außerdem  Tauben, die Eleganz mit Punk mixen.graueTaube Sie sind wunderschön. Meistens sind sie silber-grau. Als wir auf/im Kings Canyon wanderten, ging es auch durch den Garden of Eden ging. Eine Art kleine wunderschöne Oase. Und der einzige Ort an dem ich diese Taube in gold-beige sah. GoldeneTaube

Coober Pedy, eine Opalstadt mitten in der Wüste, hat mich sehr beeindruckt. Die Menschen leben praktisch unter der Erde. Der Vorteil ist die konstante Temperatur unter der Erde. Im Sommer ist es oberhalb fast nicht auszuhalten. Bis vor wenigen Jahren konnte man sich dort ein Grundstück kaufen, dazu Dynamit im Supermarkt und dann ein Loch in die Erde sprengen, um sich auf Opalsuche zu begeben und das Loch parallel zur Wohnung ausbauen.

RaupenBei einer Wanderung um den Uluru gab es Raupen in den unterschiedlichsten Farben alle an einer Stelle. Alle mit kleinen Antennen hinten. Der Empfang im Outback ist auch wirklich schlecht. Raupe

In der Nähe des Uluru empfehle ich übrigens dringend einen Mückenschutz für den Kopf. Dort gibt es viele kleine, unfassbar hartnäckige, nervige Fliegen.

Nun zu den restlichen kleinen Dingen die mir auf meiner Reise begegnete:
Tausendfuessler Ein etwas ekliger Fakt: Diese sehr kleinen Tausendfüßler-artigen Wesen sieht man zu Hunderten überall in den Camps und den sanitären Anlagen, dort befinden sie sich auf dem Boden. Man kann ihnen nicht ausweichen und vergisst dieses knirschende Geräusch nicht so schnell…

Pilot in Australien

Zu guter Letzt möchte ich noch den Piloten meines Rückflugs vorstellen. Fühlt man sich da nicht sicher?

– Howdy!

 

Es sollte übrigens nicht mein letztes Mal Australien sein. 2014 machte ich wieder eine größere Reise und umrundete einmal die Welt. Nach Hawaii, war Australien dort meine zweite Station.

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